Zur Entstehung
des Sammlungskatalogs
Was als über drei Jahrzehnte gewachsene Sammlung begann, wurde in den letzten Jahren systematisch erfasst, dokumentiert und kunsthistorisch kontextualisiert. Nach der vollständigen Bestandsverzeichnung aller Werke von Josef Floch in der Ysabel Sureth Collection (YSC) entstand der Wunsch, diese konzentrierte Werkgruppe erstmals in einem eigenen Sammlungskatalog sichtbar zu machen.
Die Reprofotografien realisierte Jörg von Bruchhausen im Rahmen eines zweitägigen Shootings im November 2022. Damit gelang eine präzise, werknahe Dokumentation, die Materialität, Farbklang und Oberflächenstruktur der Gemälde sehr differenziert abbildet. Jörg von Bruchhausen zählt zu den Fotografen, deren Arbeit wesentlich zur Sichtbarkeit von Kunst beiträgt, auch wenn sie selbst im Hintergrund bleibt. Von Berlin aus tätig, hat er sich auf die fotografische Dokumentation von Kunstwerken, Ausstellungen und architektonischen Räumen spezialisiert. Seine Aufnahmen entstehen im engen Austausch mit Künstlerinnen und Künstlern sowie mit Museen, Sammlungen und Ausstellungshäusern und bilden die Grundlage für Kataloge, Archive und wissenschaftliche Publikationen.
Seine Fotografien erfüllen dabei mehr als eine rein technische Funktion. Sie sind eine präzise Übersetzung des Kunstwerks in das fotografische Bild und vermitteln dessen Materialität, Proportion und räumliche Wirkung. Von Bruchhausens Arbeitsweise ist von bewusster Zurückhaltung geprägt: Licht, Perspektive und Bildausschnitt folgen keiner inszenierenden Geste, sondern einer konzentrierten Aufmerksamkeit gegenüber dem Werk selbst.
Auf diese Weise sind seine Fotografien zu einem integralen Bestandteil künstlerischer Überlieferung geworden. Sie sichern nicht nur den visuellen Bestand von Ausstellungen, sondern prägen auch nachhaltig die Wahrnehmung der Werke in Publikationen und Archiven.
Für den einführenden Essay zum Leben und Werk Josef Flochs im Sammlungskatalog Ysabel Sureth Collection 1992–2023 konnte die Wiener Floch-Expertin Dr. Marianne Hussl-Hörmann gewonnen werden. In ihrem Kapitel „Schweigen der Bilder – Sprache der Farben“ schreibt sie:
„Seine Bilder atmen eine Stille, die der Ewigkeit gleicht, seine Figuren, Räume, Landschaften sind uns, dem Betrachter, durch einen feinen Schleier entrückt. Sie erzählen keine Geschichten, haben keine Handlung, sie beschreiben Zustände. Jedes dieser Bilder ist ein Stillleben, das Geheimnisse atmet, wie die kunstvollen Arrangements der niederländischen Meister. Sie liegen in der Tradition einer lautlosen Malerei, die in der Kunst mit ihrem Schweigen den Fokus auf Wesentliches zu legen versteht und in die sich die traumwandlerischen Figuren und stillen Landschaften des Wiener Malers Josef Floch kraftvoll einordnen. […]”
Dr. Hussl-Hörmanns Text endet mit einem Zitat der Freundin Erica Tietze-Conrat aus dem Jahr 1958, die Josef Floch über Jahrzehnte begleitete:
„Das Endziel ist, eine künstlerische Welt zu schaffen, in der wir Frieden finden können. Nicht Glück, nicht Begeisterung, aber jenen Frieden, wie ihn der Einsame, als ein Fernsein von allem Lärm, in der Kunst sucht.“ (Erica Tietze-Conrat über Josef Floch; XIII Joseph Floch, Erica Tietze-Conrat: Die Kunst und das schöne Heim, 1958, zit. in: Karl Pallauf, 2000, S. 21)
Dr. Marianne Hussl-Hörmann, Auszüge aus: „Josef Floch. Sammlungskatalog Ysabel Sureth Collection 1992-2023“, S. 13-19
Das im Zitat beschriebene „Fernsein von allem Lärm“ beschreibt nicht nur eine ästhetische Haltung Flochs, sondern auch den kuratorischen Anspruch der Sammlung: Werkbetrachtung als konzentrierte, stille Auseinandersetzung.
Die Kataloggestaltung von Laura Därr verleiht dieser Sammlung eine visuelle Form, die Klarheit und Zurückhaltung auf ganz wunderbare Weise verbindet.
Zur Entstehung
des Sammlungskatalogs
Was als über drei Jahrzehnte gewachsene Sammlung begann, wurde in den letzten Jahren systematisch erfasst, dokumentiert und kunsthistorisch kontextualisiert. Nach der vollständigen Bestandsverzeichnung aller Werke von Josef Floch in der Ysabel Sureth Collection (YSC) entstand der Wunsch, diese konzentrierte Werkgruppe erstmals in einem eigenen Sammlungskatalog sichtbar zu machen.
Die Reprofotografien realisierte Jörg von Bruchhausen im Rahmen eines zweitägigen Shootings im November 2022. Damit gelang eine präzise, werknahe Dokumentation, die Materialität, Farbklang und Oberflächenstruktur der Gemälde sehr differenziert abbildet. Jörg von Bruchhausen zählt zu den Fotografen, deren Arbeit wesentlich zur Sichtbarkeit von Kunst beiträgt, auch wenn sie selbst im Hintergrund bleibt. Von Berlin aus tätig, hat er sich auf die fotografische Dokumentation von Kunstwerken, Ausstellungen und architektonischen Räumen spezialisiert. Seine Aufnahmen entstehen im engen Austausch mit Künstlerinnen und Künstlern sowie mit Museen, Sammlungen und Ausstellungshäusern und bilden die Grundlage für Kataloge, Archive und wissenschaftliche Publikationen.
Seine Fotografien erfüllen dabei mehr als eine rein technische Funktion. Sie sind eine präzise Übersetzung des Kunstwerks in das fotografische Bild und vermitteln dessen Materialität, Proportion und räumliche Wirkung. Von Bruchhausens Arbeitsweise ist von bewusster Zurückhaltung geprägt: Licht, Perspektive und Bildausschnitt folgen keiner inszenierenden Geste, sondern einer konzentrierten Aufmerksamkeit gegenüber dem Werk selbst.
Auf diese Weise sind seine Fotografien zu einem integralen Bestandteil künstlerischer Überlieferung geworden. Sie sichern nicht nur den visuellen Bestand von Ausstellungen, sondern prägen auch nachhaltig die Wahrnehmung der Werke in Publikationen und Archiven.
Für den einführenden Essay zum Leben und Werk Josef Flochs im Sammlungskatalog Ysabel Sureth Collection 1992–2023 konnte die Wiener Floch-Expertin Dr. Marianne Hussl-Hörmann gewonnen werden. In ihrem Kapitel „Schweigen der Bilder – Sprache der Farben“ schreibt sie:
„Seine Bilder atmen eine Stille, die der Ewigkeit gleicht, seine Figuren, Räume, Landschaften sind uns, dem Betrachter, durch einen feinen Schleier entrückt. Sie erzählen keine Geschichten, haben keine Handlung, sie beschreiben Zustände. Jedes dieser Bilder ist ein Stillleben, das Geheimnisse atmet, wie die kunstvollen Arrangements der niederländischen Meister. Sie liegen in der Tradition einer lautlosen Malerei, die in der Kunst mit ihrem Schweigen den Fokus auf Wesentliches zu legen versteht und in die sich die traumwandlerischen Figuren und stillen Landschaften des Wiener Malers Josef Floch kraftvoll einordnen. […]”
Dr. Hussl-Hörmanns Text endet mit einem Zitat der Freundin Erica Tietze-Conrat aus dem Jahr 1958, die Josef Floch über Jahrzehnte begleitete:
„Das Endziel ist, eine künstlerische Welt zu schaffen, in der wir Frieden finden können. Nicht Glück, nicht Begeisterung, aber jenen Frieden, wie ihn der Einsame, als ein Fernsein von allem Lärm, in der Kunst sucht.“ (Erica Tietze-Conrat über Josef Floch; XIII Joseph Floch, Erica Tietze-Conrat: Die Kunst und das schöne Heim, 1958, zit. in: Karl Pallauf, 2000, S. 21)
Dr. Marianne Hussl-Hörmann, Auszüge aus: „Josef Floch. Sammlungskatalog Ysabel Sureth Collection 1992-2023“, S. 13-19
Das im Zitat beschriebene „Fernsein von allem Lärm“ beschreibt nicht nur eine ästhetische Haltung Flochs, sondern auch den kuratorischen Anspruch der Sammlung: Werkbetrachtung als konzentrierte, stille Auseinandersetzung.
Die Kataloggestaltung von Laura Därr verleiht dieser Sammlung eine visuelle Form, die Klarheit und Zurückhaltung auf ganz wunderbare Weise verbindet.