Sammlerin
Die Ysabel Sureth Collection (YSC) ist über einen Zeitraum von mehr als drei Jahrzehnten gewachsen. Ausgangspunkt war eine unmittelbare Begegnung: Ysabel Sureth entdeckte 1992 das kleine Frauenbildnis Portrait of a Woman von Josef Floch aus dem Jahr 1960 bei einer Auktion in Wien – und erwarb es. Aus diesem frühen Moment der Faszination entwickelte sich eine Sammelleidenschaft, die sich konsequent den Frauenportraits und weiblichen Figurenbildern Flochs widmet und diese auch als zentrales Ausdrucksfeld seines Œuvres begreift. Allein fünfzig Arbeiten in der YSC gewähren Zugang zu diesem für Josef Floch so bedeutenden Sujet. Ysabel Sureth setzt dabei sowohl auf ikonische Einzelwerke als auch einen vielschichtigen Querschnitt durch Flochs künstlerische Entwicklung – von den frühen Wiener Jahren über Paris bis zu den in New York entstandenen Gemälden und einigen Zeichnungen. Ihre innere Beraterin für die Erwerbungen bildete Ysabel Sureths präzise Wahrnehmung von Stimmung, Farbklang und innerer Haltung der dargestellten Figuren:
»Ich war immer wieder berührt von diesen rätselhaft und introvertiert
erscheinenden Frauen, die unberührt von der Realität vor sich hinzuträumen
scheinen«, beschreibt Ysabel Sureth im YSC-Sammlungskatalog.
Die Sammlung ist privat, ein Raum der konzentrierten und stillen Wahrnehmung findet sich dort, wo die Gemälde von Josef Floch hängen. Die Werke entziehen sich ohnehin der schnellen Vereinnahmung und entfalten gerade dadurch auch ihre bleibende Aktualität. Zugleich ist der Umgang mit dem Bestand kommunikativ und forschungsnah angelegt: Die Arbeiten werden bewahrt, systematisch erfasst, erforscht – und bewusst in einen Austausch mit Kuratorinnen und Kuratoren, mit Museen, mit anderen Floch-Liebhaber:innen und der Öffentlichkeit gebracht. Die Sammlerin Ysabel Sureth macht damit einen Bestand sichtbar, der in seiner Geschlossenheit und Qualität ein eigenständiges Ensemble innerhalb der Rezeption Josef Flochs bildet. Und sie inspiriert zur erneuten Betrachtung dieses Malers der klassischen Moderne, dieses unverwechselbaren und poetischen Bildschöpfers.
Sammlerin
Die Ysabel Sureth Collection (YSC) ist über einen Zeitraum von mehr als drei Jahrzehnten gewachsen. Ausgangspunkt war eine unmittelbare Begegnung: Ysabel Sureth entdeckte 1992 das kleine Frauenbildnis Portrait of a Woman von Josef Floch aus dem Jahr 1960 bei einer Auktion in Wien – und erwarb es. Aus diesem frühen Moment der Faszination entwickelte sich eine Sammelleidenschaft, die sich konsequent den Frauenportraits und weiblichen Figurenbildern Flochs widmet und diese auch als zentrales Ausdrucksfeld seines Œuvres begreift. Allein fünfzig Arbeiten in der YSC gewähren Zugang zu diesem für Josef Floch so bedeutenden Sujet. Ysabel Sureth setzt dabei sowohl auf ikonische Einzelwerke als auch einen vielschichtigen Querschnitt durch Flochs künstlerische Entwicklung – von den frühen Wiener Jahren über Paris bis zu den in New York entstandenen Gemälden und einigen Zeichnungen. Ihre innere Beraterin für die Erwerbungen bildete Ysabel Sureths präzise Wahrnehmung von Stimmung, Farbklang und innerer Haltung der dargestellten Figuren:
»Ich war immer wieder berührt von diesen rätselhaft und introvertiert erscheinenden Frauen, die unberührt von der Realität vor sich hinzuträumen scheinen«,
beschreibt Ysabel Sureth im YSC-Sammlungskatalog.
Die Sammlung ist privat, ein Raum der konzentrierten und stillen Wahrnehmung findet sich dort, wo die Gemälde von Josef Floch hängen. Die Werke entziehen sich ohnehin der schnellen Vereinnahmung und entfalten gerade dadurch auch ihre bleibende Aktualität. Zugleich ist der Umgang mit dem Bestand kommunikativ und forschungsnah angelegt: Die Arbeiten werden bewahrt, systematisch erfasst, erforscht – und bewusst in einen Austausch mit Kuratorinnen und Kuratoren, mit Museen, mit anderen Floch-Liebhaber:innen und der Öffentlichkeit gebracht. Die Sammlerin Ysabel Sureth macht damit einen Bestand sichtbar, der in seiner Geschlossenheit und Qualität ein eigenständiges Ensemble innerhalb der Rezeption Josef Flochs bildet. Und sie inspiriert zur erneuten Betrachtung dieses Malers der klassischen Moderne, dieses unverwechselbaren und poetischen Bildschöpfers.