Nach der Hängung von 2024, die zugleich den Rahmen für unser Expert:innentreffen zur Sammlung bildete, wurde die Präsentation der YSC in diesem Jahr neu konzipiert. Neuerwerbungen der Sammlerin Ysabel Sureth gaben den Anlass, die Werke in neue Dialoge zu bringen.
Nach vorheriger Absprache können Sie sich gerne für einen Rundgang durch die Sammlung anmelden. Bitte nutzen Sie hierfür unser Kontaktformular.
Den Sammlungsschwerpunkt auf Frauenbildnisse innerhalb des Œuvres von Josef Floch verstärken besonders die drei 2025 erworbenen Gemälde Wartende Akte vor einem Vorhang aus dem Jahr 1928, Zwei Frauen im Gespräch von etwa 1946 sowie Collette von 1943.
Sie erweitern den Bestand und zugleich den zeitlichen Bogen der Sammlung: Mit Wartende Akte vor einem Vorhang (1928; Pallauf WVZ-Nr. 185) kommt ein Schlüsselwerk der frühen Pariser Phase hinzu, in der Floch die individuelle Charakterstudie zunehmend zugunsten einer formstrengen, räumlich gebundenen Figurenauffassung zurücknimmt. Collette (1943; Pallauf WVZ-Nr. 336) gehört dagegen zu den frühen New Yorker Werken. Zwei Frauen im Gespräch (um 1946; Pallauf WVZ-Nr. 319) führt das Motiv der menschlichen Begegnung weiter.
In der diesjährigen Hängung treten diese brillanten Werke unmittelbar mit bereits vorhandenen Einzelportraits, Paaren und Figurengruppen in Beziehung. Besonders deutlich wird dies bei der großformatigen Composition II, verso Three Sisters (1951; Pallauf WVZ-Nr. 479): Über unterschiedliche Lebens- und Werkphasen hinweg lässt sich verfolgen, wie Josef Floch Nähe und Distanz der Frauen zueinander allein durch Haltung, Blick, Farbe und räumliche Flächen formuliert. Zugleich ermöglicht die Präsentation an den Wänden mit dem Floch’schen Blauton weiterhin Bezüge zu den Landschaften und Stadtbildern. Rooftops, New York (1952) und East River, New York (1968) zeigen, wie sich auch Flochs Auffassung von Architektur und Bildraum veränderte.
So führt die aktuelle Hängung nicht chronologisch durch das Werk, sondern lässt Motive, formale Entwicklungen und Flochs wiederkehrende Frage an die Figur durch alle Zeiten – zwischen Wien, Paris und New York – neu miteinander in Beziehung treten.
Fotos: Geeske Janßen



Die erweiterte Sammlung – neue Hängung 2026
Nach der Hängung von 2024, die zugleich den Rahmen für unser Expert:innentreffen zur Sammlung bildete, wurde die Präsentation der YSC in diesem Jahr neu konzipiert. Neuerwerbungen der Sammlerin Ysabel Sureth gaben den Anlass, die Werke in neue Dialoge zu bringen.
Nach vorheriger Absprache können Sie sich gerne für einen Rundgang durch die Sammlung anmelden. Bitte nutzen Sie hierfür unser Kontaktformular.
Den Sammlungsschwerpunkt auf Frauenbildnisse innerhalb des Œuvres von Josef Floch verstärken besonders die drei 2025 erworbenen Gemälde Wartende Akte vor einem Vorhang aus dem Jahr 1928, Zwei Frauen im Gespräch von etwa 1946 sowie Collette von 1943.
Sie erweitern den Bestand und zugleich den zeitlichen Bogen der Sammlung: Mit Wartende Akte vor einem Vorhang (1928; Pallauf WVZ-Nr. 185) kommt ein Schlüsselwerk der frühen Pariser Phase hinzu, in der Floch die individuelle Charakterstudie zunehmend zugunsten einer formstrengen, räumlich gebundenen Figurenauffassung zurücknimmt. Collette (1943; Pallauf WVZ-Nr. 336) gehört dagegen zu den frühen New Yorker Werken. Zwei Frauen im Gespräch (um 1946; Pallauf WVZ-Nr. 319) führt das Motiv der menschlichen Begegnung weiter.
In der diesjährigen Hängung treten diese brillanten Werke unmittelbar mit bereits vorhandenen Einzelportraits, Paaren und Figurengruppen in Beziehung. Besonders deutlich wird dies bei der großformatigen Composition II, verso Three Sisters (1951; Pallauf WVZ-Nr. 479): Über unterschiedliche Lebens- und Werkphasen hinweg lässt sich verfolgen, wie Josef Floch Nähe und Distanz der Frauen zueinander allein durch Haltung, Blick, Farbe und räumliche Flächen formuliert. Zugleich ermöglicht die Präsentation an den Wänden mit dem Floch’schen Blauton weiterhin Bezüge zu den Landschaften und Stadtbildern. Rooftops, New York (1952) und East River, New York (1968) zeigen, wie sich auch Flochs Auffassung von Architektur und Bildraum veränderte.
So führt die aktuelle Hängung nicht chronologisch durch das Werk, sondern lässt Motive, formale Entwicklungen und Flochs wiederkehrende Frage an die Figur durch alle Zeiten – zwischen Wien, Paris und New York – neu miteinander in Beziehung treten.
Fotos: Geeske Janßen

